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Opern auf Bayerisch

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Opern auf Bayerisch - Vergnüglich im "schönsten Dialekt der Welt"
D'Werdenfelser Stamm und KMS-Musiktheater begeistern im alten Kino
26. September 2009

Das gesamte Ensemble
Das gesamte Ensemble applaudiert dem Pianisten Cesary Antkowiak für seine hervorragende Klavierbegleitung

Tirschenreuth. (zch) Sehr viele Zuhörer hatten am Samstag Abend leider nicht zu den Opern auf Bayrisch in das alte Kino am Luitpoldplatz gefunden. Doch die wenigen, die gekommen waren wurden auf höchst unterhaltsame Weise von den erwachsenen Schülerinnen und Schülern der Musiktheaterklasse der Kreismusikschule und dem Trachtenverein D'Werdenfelser Stamm mit Lesungen und gesungenen Ausschnitten an die Opern „Der Freischütz“ und „Carmen“ herangeführt. Anlass der amüsanten Opern-Führung war das 85-jährige Bestehen des Vereins. Auf bayrisch, besser gesagt Oberpfälzisch wurden die Opern vorgetragen, im „schönsten Dialekt der Welt“, wie Wolfgang Trottmann, 1. Vorsitzender der Trachtler in seiner Begrüßung betonte.

Man musste kein Opern-Fan sein, um den Abend genießen zu können. Die Texte von Paul Schallweg, die die „Werdenfelser“ lasen waren in deftigem Dialekt, lustig gereimt und immer wieder für herzhafte Lacher gut. Passend auch die Ouvertüren auf dem Akkordeon, gespielt von Lucia Zeitler und Stefan Löw.

Alois Schmidkonz, Hermine Busl und Wolfgang Trottmann gaben den Figuren im „Freischütz“ (oder Wia a Jaager auf net ganz saubere Weis zu seim Wei kemma is) Leben. Der wesentliche Inhalt der Oper wurde zusammengefasst und sorgte für ausgezeichnete Unterhaltung. Die Sängerinnen und Sänger der Musikschule Ottmar Andritzky, Bernhard Müller, Claudia Ulrich, Julia Wegmann und Gertrud Hankl umrahmten, dirigiert von Carol Bischoff, die amüsanten Texte mit Arien, Duetten und dem bekannten Chor der Brautjungfern „Wir winden dir den Jungfernkranz“.

Begleitet wurde der Gesang von Cesary Antkowiak, der auch den größten Teil der Einstudierung mit den Sängern übernommen hatte. Er hatte mit dem Klavierauszug der Orchesterstimmen im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Rasante Akkorde über das ganze Klavier, flinke Läufe und einfühlsame Melodien unterstützten die Sänger auf beachtliche Weise.

Nach der Pause stand „Carmen, oder Wia d'Liab an Sepp zum Mörder gmacht hat“, auf dem Programm. Don José, der aufrichtige Soldat wird zu Sepp, der sich Hals über Kopf in die schöne Carmen verliebt. Rainer Schmidkonz, Elisabeth Schmidkonz und Florian Busl lasen diesmal die überaus lustigen Texte. Der an sich tragische Stoff der Oper, der mit einem Eifersuchtsdrama endet, wird in der bayerischen gereimten Übersetzung absurd komisch.

Die Sängerinnen und Sänger bekamen für die mitreissenden Arien und rhythmischen Habaneras stürmischen Beifall und Jubelrufe. Besonders erwähnenswert hier wieder Cesary Antkowiak, dem die vollgriffigen Akkorde in aberwitzigen Geschwindigkeiten den Schweiss auf die Stirn trieben. Er meisterte den irrsinnig schwer zu spielenden Klavierpart bravourös und bekam am Ende besonders kräftigen Beifall und Bravo-Rufe vom Publikum und dem gesamten Ensemble für seine Leistungen.

C. Antkowiak, C. Bischoff
Carol Bischoff und Cesary Antkowiak im Einsatz

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©2011 Kreismusikschule Tirschenreuth, Layout und Inhalt Ch. Zeigler